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Schaeffler mit 35-jähriger Geschichte in Luckenwalde

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Vor 35 Jahren begann die Geschichte von Schaeffler am Standort Luckenwalde. Daran erinnerten gestern (von links nach rechts): Jens Fiedler, Werkleiter; Klaus Cierocki, Geschäftsleitung des Unternehmensbereichs Motorsysteme; Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schaeffler AG; Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer; Elisabeth Herzog-von der Heide, Bürgermeisterin von Luckenwalde; Thomas Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund, und Kornelia Wehlan, Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming.

08.11.2019 | Luckenwalde

  • Vor 35 Jahren unterzeichnete Dr. Georg Schaeffler Vertrag über Produktion von Tassenstößeln
  • Fertigung mit Lizenztechnologie läuft noch vor der Maueröffnung an
  • Schaeffler übernahm Werk 1992
  • 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treiben Innovation voran

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, hat den Schaeffler-Standort in Luckenwalde besucht. Dort erinnerte man an die Anfänge der Zusammenarbeit mit Schaeffler: Im November 1984, also vor 35 Jahren, unterzeichnete Dr.-Ing. E.h. Georg Schaeffler mit dem Außenhandelsbetrieb Industrieanlagen-Import der DDR einen Vertrag über die Produktion von Tassenstößeln. Diese Motorenteile aus dem VEB Wälzlagerwerk Luckenwalde sollten dazu beitragen, dass die DDR-Automodelle „Trabant“ und „Wartburg“ künftig auch mit Viertakt-Motoren unterwegs sind. Rund 70 Anlagen und Maschinen lieferte die INA Wälzlager Schaeffler KG und die Produktion mit deren Lizenztechnologie begann im Jahr 1988.

Erinnerung an Maueröffnung und Wiedervereinigung
Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG, erinnerte an die Zeit, als sein Vater die Geschäftsbeziehungen mit der damaligen DDR einging: „Damit war der Grundstein gelegt für den Wandel des VEB Wälzlagerwerk Luckenwalde hin zum INA-Motorenelementewerk. Allerdings war dieser Weg zum damaligen Zeitpunkt der Unterzeichnung keineswegs absehbar gewesen. Ohne ein weiteres weltgeschichtliches Ereignis wäre aus dem Wälzlagerwerk indes wohl so bald kein Teil der Schaeffler Gruppe geworden. Denn nur fast auf den Tag genau fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Lizenzvertrages fiel im November des Jahres 1989 die Mauer, die die beiden deutschen Staaten 28 Jahre lang geteilt hatte. Und auch dieses Jubiläum, die Öffnung der Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik vor 30 Jahren, möchten wir heute gemeinsam mit Ihnen feiern.“

Fenster in die westliche Welt geöffnet
Christian Hirte, Ostbeauftragter der Bundesregierung, bedankte sich für die Initiative, in diesem Rahmen auch 30 Jahre friedliche Revolution zu feiern. Mit der Vertragsunterschrift vor 35 Jahren hat Schaeffler „ein kleines Fenster in die westliche Welt geöffnet“. In seiner Rede vor Mitarbeitern des Schaeffler-Werkes und geladenen Gästen, darunter auch ehemalige Mitarbeiter, sagte Hirte: „Die Geschichte Ihres Werkes ist wahrlich außergewöhnlich und ein Lehrstück für erfolgreiche Transformation eines ostdeutschen Unternehmens. Das ist eine besondere Leistung der gesamten Belegschaft. Mit dem Strukturwandel in der Automobilbranche stehen wir wieder vor einem Transformationsprozess. Dieser betrifft diesmal nicht eine Region Deutschlands, sondern trifft Zulieferer wie Hersteller weltweit.“

Grußworte und preisgekrönte Innovationen
Die Bürgermeisterin von Luckenwalde, Elisabeth Herzog-von der Heide, nannte die Geschichte des Werkes in ihrem Grußwort eine „nachwendische Erfolgsgeschichte mit vorwendischen Referenzen“. Thomas Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund, zeigte sich hocherfreut, dass das Werk Luckenwalde in diesem Jahr als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet wurde und derzeit 14 junge Leute in den Berufen Werkzeugmechaniker/in und Industriemechaniker/in ausgebildet werden.

Nach dem offiziellen Teil ging es auf eine Tour durch das Werk. Hier zeigten die Mitarbeiter die Entwicklung von der Tassenstößelproduktion für den Trabant hin zu den heutigen hochpräzisen Bauteilen für Motoren. Das Ausbildungszentrum demonstrierte, dass die moderne Ausbildung mehr als nur Feilen und Bohren ist. Vielmehr prägen heute auch Mechatronik und Programmierfähigkeiten für selbstgebaute 3D-Drucker oder einen nagelneuen Corobot den Weg zur Industrie 4.0. An der letzten Station präsentierten die Gewinner des diesjährigen Schaeffler Awards noch einmal die preisgekrönte Innovation, mit der sie das Simultan-Außendurchmesserschleifen zweier zusammengehöriger Komponenten in nur einem Arbeitsgang optimierten und so einen neuen Maßstab setzten.

Herausgeber: Schaeffler AG
Ausgabeland: Deutschland

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